Regiegrößen präsentieren ihre liebsten Filmklassiker auf LACINETEK LACINETEK bringt kuratierte Filmklassiker auch auf die Leinwand


30. Oktober 2019: Nach ihrem erfolgreichen Launch im Februar hat sich LACINETEK, die erste deutsche VOD Plattform für Filmklassiker, gut etabliert und erweitert nun ihr Angebot. Seit Oktober 2019 bringt sie ihr Kuratierungsprinzip vom Heimkino auch auf die Leinwand: Regelmäßig stellen Regiegrößen ihre liebsten Filmklassiker nun nicht nur monatlich online auf LACINETEK.de vor, sondern sie präsentieren einen ausgewählten Film an einem Abend im Kino.

Neu kuratierte Filme auf LACINETEK.de
Ab dem 22. November wird eine von Jessica Hausner erstellte Liste abrufbar sein, die LACINETEK als neue Kuratorin begrüßen darf. Die Regisseurin und Autorin aus Österreich ist vor allem bekannt für ihre Filme Lourdes und Amour Fou. Ihr letzter Film Little Joe – Glück ist ein Geschäft lief dieses Jahr in Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme. Neben zahlreichen Nominierungen, wurde sie unter anderem mehrfach mit dem Thomas-Pluch-Drehbuchpreis ausgezeichnet. Seit 2017 ist sie außerdem Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die jährlich die Oscars verleiht.

Für LACINETEK hat sie eine Liste mit 50 Filmen erstellt, die sie in ihrem Schaffen am meisten geprägt haben. Mit dabei sind auch einige ältere und jüngere Klassiker der deutschen Filmgeschichte. Neben Margarethe von Trottas Die bleierne Zeit, stehen Filme von Maren Ade, Angela Schanelek und Valeska Grisebach. Zusätzlich wünscht sich Hausner internationale Klassiker von Agnès Varda, Sally Potter, Sofia Coppola, David Lynch und Jane Campion.

Seit dem Launch der Plattform im Februar 2019 haben unter anderen Martin Scorsese, Wim Wenders und Jutta Brückner Listen der Filme, die für sie große Bedeutung haben, auf LACINETEK veröffentlicht.

Das Kinoevent im November
Nicht nur große Regisseur*innen kuratieren das Programm von LACINETEK, auch ausgewählte Institutionen, Archive und Filmmuseen erstellen eigene Listen. Die Deutsche Kinemathek, die seit dem Launch auf der Berlinale offizielle Partnerin der Streamingplattform ist und diese an ihren Schätzen teilhaben lässt, hat den Filmklassiker für das Kinoevent im November ausgewählt. Martin Koerber, Leiter für Audiovisuelles Erbe der Deutschen Kinemathek, präsentiert Ula Stöckls Neun Leben hat die Katze am 12. November 2019 im Wolf Kino Berlin. Im Anschluss an die Vorführung diskutiert er mit dem Publikum den essayistischen Spielfilm, der als erster feministischer Film der BRD bezeichnet wurde.

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LACINETEK und die Deutsche Kinemathek präsentieren: Neun Leben hat die Katze von Ula Stöckl
Datum: Dienstag, 12.11.2019 um 19:00 Uhr, Einführung durch Martin Koerber, Deutsche Kinemathek
Ort: Wolf Kino, Weserstr. 59, 12045 Berlin
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München im Sommer 1967. Die Journalistin Katharina erhält Besuch von ihrer französischen Freundin Anne. Sie unternehmen Ausflüge, besuchen Cafés, Bekannte und Partys. Dabei erkunden sie in Gesprächen die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft. Der essayistische Spielfilm stellt fünf Frauentypen ins Zentrum der episodischen Handlung: die nicht verheiratete berufstätige Frau; die Geschiedene, die sich um die Zukunft sorgt; die Karrierefrau; die Betrogene und eine »Traumfrau«. Ula Stöckl, 1968: »Nie hatten Frauen so viele Möglichkeiten, ihr Leben einzurichten, wie sie es wollen. Aber jetzt müssen sie überhaupt erst lernen, dass sie etwas wollen können.« Entschieden subjektiv und dabei dem französischen Cinéma vérité verpflichtet, spürt die Regisseurin in ihrer impressionistischen Montage weiblichen Lebensplänen und Lustfantasien nach. Als ein ebenso kluger wie betörend prächtiger Wachtraum in Cinemascope und Technicolor eroberte sich Neun Leben hat die Katze einen Ehrenplatz als »der erste feministische Film« der Bundesrepublik (Christa Maerker)
(Quelle: Berlinale, Jörg Schöning)

Der Film ist auch auf LACINETEK.de erhältlich.

Über LACINETEK
LACINETEK.de ist die erste deutschsprachige Plattform, die sich den großen Filmklassikern des 20. Jahrhunderts widmet. Sie wurde im Rahmen der Berlinale 2019 gelauncht und ist seitdem in Deutschland und Österreich verfügbar. Die deutschsprachige Version der Plattform wurde von La Cinémathèque des Réalisateurs (SRF), der Deutschen Kinemathek und EYZ Media realisiert, nachdem LACINETEK 2015 in Frankreich ins Leben gerufen wurde.

Herzstück der Plattform sind die kuratierten Filmlisten. Jeden Monat präsentieren ein Regisseur oder eine Regisseurin auf LACINETEK eine kommentierte Auswahl an Filmklassikern, die besondere Bedeutung für sie haben. Bis heute haben mehr als 60 Regisseurinnen und Regisseure aus aller Welt, darunter Maren Ade, Leos Carax, Costa-Gavras, Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne, Todd Haynes, Christoph Hochhäusler, Aki Kaurismaki, Lodge Kerrigan, François Ozon, Park Chan-woo, Christian Petzold, Ira Sachs, Céline Sciamma, Bertrand Tavernier, Joachim Trier, Agnès Varda, Apichatpong Weerasethakul und Wim Wenders, mehr als 1000 Filme zusammengestellt, davon sind 250 ausschließlich über LACINETEK zugänglich.

Alle Filme des Katalogs sind ohne Abonnement verfügbar. Es besteht die Möglichkeit, sich einzelne Filme zu einem Preis ab 2,99 Euro als Stream zu leihen oder ab 7,99 Euro dauerhaft zu erwerben.

Sie erreichen die Plattform unter lacinetek.de. Bildmaterialien finden Sie in unserem Downloadbereich.