‚Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes‘ – bundesweiter Kinostart am 8. Juni


28. Februar 2017: Mit Julian Radlmaier hat das deutsche Kino eine neue aufregende Stimme bekommen, die es versteht, klug und mit viel Humor Politisches und Privates zu verknüpfen. Sein erster abendfüllender Film Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes (Deutschland, 2017) wurde bei seiner Deutschlandpremiere auf der diesjährigen Berlinale begeistert aufgenommen und sorgte für ausverkaufte Kinosäle. Weltpremiere feierte die politische Komödie zuvor auf dem International Film Festival Rotterdam (IFFR).

Grandfilm wird Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes am 8. Juni deutschlandweit in den Kinos starten.

Regie: Julian Radlmaier
Deutschland, 2017, 99 Minuten
Bild: 1,37:1, Ton: 5.1, Sprache & Untertitel: Deutsch/ Englisch

Der Film
Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien. So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage.
Für Julian wird es zunehmend schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen, außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in Ratlosigkeit. Da kommen die Spatzen in den Bäumen mit einem unerhörten Plan…

„Wer Julian Radlmaiers verschmitzte Satire ‚Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes‘ (Perspektive) gesehen hat, wird schon jetzt mit den Füßen (oder Pfoten) scharren, wann sein nächster Film kommt.“ Andreas Borcholte und Hannah Pilarczyk, Spiegel Online

Radlmaier ist eine Art deutscher Woody Allen. Auf einer Apfelplantage in Brandenburg philosophieren ein junger Mann und eine junge Frau über Karl Marx und Friedrich Engels. Es geht in diesem Film um Politik und Sex. Ziemlich lustig, wild und abgefahren.“ Patrick Wellinski, Deutschlandradio Kultur

Der Regisseur
Julian Radlmaier studierte Regie an der dffb, arbeitete als persönlicher Assistent von Werner Schroeter und hat verschiedene filmtheoretische Schriften des französischen Philosophen Jacques Rancière übersetzt und herausgegeben. Sein in Oberhausen uraufgeführter Kurzfilm Ein Gespenst geht um in Europa erhielt Preis der deutschen Filmkritik 2013. Sein nächster Film, der mittellange Spielfilm Ein proletarisches Wintermärchen (2014) wurde weltweit auf renommierten Festivals wie Rotterdam oder der Viennale gezeigt und gewann Preise in Mexico (FICUNAM) und Brasilien (Olhar de Cinema). Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes ist sein Abschlussfilm an der dffb.

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes ist eine Faktura Film Produktion in Ko-Produktion mit dffb und RBB, gefördert aus Mitteln des Medienboard Berlin-Brandenburg und der Nordmedia Mediengesellschaft Bremen / Niedersachsen.

Einen ersten Eindruck bekommen Sie über den TRAILER des Films. Weitere Informationen finden sie auf der Website des Verleihs Grandfilm sowie auf der Facebookseite des Films.