ROSA VON PRAUNHEIMS „ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN“ ab 23. November 2017 in den Kinos


26. September 2017: Kinostart anlässlich des 75. Geburtstages von Rosa von Praunheim am 25. November

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN, der neue Film von Rosa von Praunheim und Markus Tiarks, erscheint pünktlich zum 75. Geburtstag des Kult-Regisseurs und wird am 23. November bundesweit in den Kinos anlaufen. Auf dem 35. Filmfest München feierte der Dokumentarfilm, der queere Überlebenskünstler unterschiedlicher Herkunft und sexueller Gesinnung aus Neukölln portraitiert, Weltpremiere.

Regie: Rosa von Praunheim & Markus Tiarks
D, 2017, 82 min., Farbe
Protagonisten: Juwelia, José Promis, Kandis Williams, Rixdorfer Perlen, Wilfriede Richter, Markus Tiarks, Mischa Badasyan, Lothar Wiese, Joaquin La Habana, Siboney La Habana, Bernhard Beutler, Dani Alor, Ala, Zaitonnah, Aydin Akin, Marcel Weber, LCavaliero Mann, Patsy l’Amour laLove, Enana Alassar

Der Film
Im Zentrum des Films steht Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in Berlin-Neukölln betreibt. Hier lädt er an den Wochenenden Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy. Sie ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l‘Amour la Love veranstaltet die „Polymorphia“ Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Der Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin – und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.

Eine Rosa von Praunheim Filmproduktion in Koproduktion mit dem RBB, gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg.

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN kommt im Verleih von missingFILMs in die Kinos. missingFILMs entdeckt unabhängige Filmproduktionen, die sich durch hohe ästhetische und inhaltliche Qualität auszeichnen und bringt diese auf die Leinwand.

Bilder und Pressematerialien gibt es in unserem Downloadbereich, einen ersten Eindruck bekommen Sie zudem über den Trailer des Films. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von missingFILMs.