Kronen und Gladiolen. Eine Ausstellung von Iwajla Klinke.
Jonathan, they call
a little blood
just a little blood to top off the honey
Die fotografischen Portraits der Ausstellung „Kronen und Gladiolen“ sind inspiriert durch das Gedicht „Jonathan“ der israelischen Dichterin Yona Wallach. Die Autorin imaginiert sich in dem Gedicht als der kleine Junge Jonathan, der von anderen Kindern mit Gladiolen geköpft wird. Angeregt durch die Symbolhaftigkeit widmet sich Iwajla Klinke in ihrer Ausstellung ebenfalls den Kindern.
Über diese bringt sie Faszination und Bedeutung von Ritualen als Ausdruck kultureller Identitäten und Praktiken der abendländischen Kultur zum Ausdruck. Mit ihren Bildern beansprucht sie keine Allgemeingültigkeit, sie ist fasziniert davon, dass Menschen nach universeller Bedeutung streben, indem sie ihr Leben hinter Symboliken verschanzen.
Wie zeitgenössische magische Ritter stehen Boxer, American Football Enthusiasten und orthodoxe Prinzessinnen als Charaktere, wie aus einem modernen Märchen heraus gepflückt.
Da die Künstlerin verschiedene Epochen aufgreift, transportieren sich ihre Arbeiten stark über den jeweiligen Stil – durch religiöse und geheimnisvolle Gewänder lang vergangener Zeiten bis hin zum Streetstyle heutiger Tage.
Dabei gelingt es der Künstlerin, ihre Portraits nicht als jung und unschuldig zu inszenieren, sondern vielmehr aufzuzeigen, dass nicht nur den Erwachsenen Fähigkeiten wie Ernsthaftigkeit und reflektierende Betrachtungsweisen zugestanden werden können.
IWAJLA KLINKE
KRONEN UND GLADIOLEN
5. November – 26. November
Dienstag bis Samstag 12 – 18 Uhr
Galerie Suvi Lehtinen, Novalisstr. 7, 10115 Berlin
Vernissage: Freitag 4. November 2011, 19 Uhr