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CSD: 22.06.2011

„Fairplay für Vielfalt“ DFB-Präsident Theo Zwanziger und Klaus Wowereit beim CSD Finale

Am 25. Juni 2011 werden zum 33. Mal rund eine Million Menschen bei der CSD PARADE und dem CSD FINALE für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgender, Inter- und Bisexuellen auf die Straße gehen. Einen Tag vor Beginn der Frauenfußball-WM steht der CSD Berlin 2011 ganz im Zeichen des Sports. Unter dem Motto „Fairplay für Vielfalt“ wird Homophobie die rote Karte gezeigt und Akzeptanz und Förderung der sexuellen Vielfalt im Sport werden gefordert. Denn ein Coming Out ist im Sport meist noch die Ausnahme. Zu groß ist die Angst vor Schmähungen und Anfeindungen, aber auch vor einem sinkenden Marktwert eines offen schwulen Fußballers oder einer offen lesbischen Leichtathletin. Der Weltfußballverband FIFA schweigt zum Thema Homosexualität lieber.

Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung. Der Deutsche Fußballbund (DFB) startete bereits vor drei Jahren eine Kampagne gegen Homophobie und DFB-Präsident Theo Zwanziger wird am kommenden Sonnabend auf der Bühne des CSD FINALE stehen. Dort wird er für Toleranz werben und die Laudatio auf die diesjährige Trägerin eines der Zivilcouragepreise halten: die ehemalige Profifußballspielerin Tanja Walther-Ahrens. Auch Hannelore Ratzeburg, Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball und Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, werden am CSD teilnehmen. Gemeinsam mit Profi-SportlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen werden sie mit der Aktion „Unsere 11 für Vielfalt“ für Toleranz im Sport werben.

CSD Forderungen
Das Motto wird untermauert durch die weiterführenden Forderungen:
1. Homophobie ins Abseits: Sexuelle Vielfalt im Sport akzeptieren und fördern.
2. Allgemeine und sexuelle Menschenrechte müssen als globale Spielregeln gelten.
3. Die verfolgten Homosexuellen in Deutschland müssen moralisch und materiell rehabilitiert werden.
4. Regenbogenfamilien müssen rechtlich gleichgestellt und abgesichert werden.
5. Der Rahmenplan für sexuelle Gesundheit muss zügig umgesetzt werden.

CSD Studie 2010 – Die wichtigsten Erkenntnisse
*    210.000 TouristInnen kamen von außerhalb zum CSD Berlin 2010. Sie reisten aus allen 15 anderen Bundesländern und von allen 6 Kontinenten an.
*    Der Wirtschaftseffekt des CSD Berlin 2010 lag bei 278 Mio. Euro.
*    Der CSD Berlin 2010 schuf durch Direktausgaben von CSD TouristInnen einen zusätzlichen Mehrwert in Höhe von 113 Mio. Euro. Der deutsche Fiskus verdiente daran alleine 10 Mio. Euro zusätzlich an Umsatzsteuer.
*    CSD BesucherInnen sind im Schnitt 34 Jahre alt und treue CSD Gänger. Nur 28% waren zum ersten Mal dabei, 47% kamen schon mehr als drei Mal zum CSD Berlin.
Diese Studie ist eine Folgestudie der CSD Studie 2001, in der erstmals der Tourismus- und Wirtschaftseffekt des CSD Berlin untersucht wurde. Die Studie wurde von der Publicom GmbH im Auftrag des BTM-Partnerhotels e.V., des Berlin Convention Office und des Berliner CSD e.V. erstellt.

CSD PARADE ab 12:30 Uhr
Mit 53 Wagen startet der CSD Berlin am Kranzler Eck. Die CSD PARADE wird vom Sportblock mit Wagen von den Füchsen, 1. FC Union, DFB/Seitenwechsel, Vorspiel angeführt. Außerdem sind neben diversen queeren Projekten auch wieder die Bahn Azubis gegen Hass und Gewalt, die BVG und die politischen Parteien mit eigenen Wagen vertreten. Außerdem wird es mannigfaltige Fußgruppen geben, die das Motto ebenso kreativ wie vielfältig umsetzen. Eröffnet wird die CSD PARADE vom Vorstand des Berliner CSD e.V. in Anwesenheit von VertreterInnen der politischen Parteien: Klaus Wowereit (SPD), Klaus Lederer (Die Linke), Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen), Christoph Meyer (FDP) und Frank Henkel (CDU). Außerdem werden prominente VertreterInnen des Sports wie Dirk Zingler, Präsident des 1. FC Union, an der
Eröffnung des CSD Berlin teilnehmen.

Start: 12:30 Uhr  Kurfürstendamm (Ecke Joachimsthaler Straße)
Route: Breitscheidplatz – Wittenbergplatz – Nollendorfplatz – Einemstraße – Lützowplatz – Klingelhöferstraße – Hofjägerallee – Siegessäule – Straße des 17. Juni
Ziel: 17:00 Uhr  Brandenburger Tor

CSD FINALE am Brandenburger Tor ab 17 Uhr

Eröffnet wird das CSD FINALE durch den Vorstand des Berliner CSD e.V. Jan Salloch und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Die politischen Forderungen des CSD Berlin finden auch auf der Bühne ihren Widerhall. Tanja Walther-Ahrens, die Federation of Gay Games (FGG) und die Gay and Lesbian International Sport Association (GLISA) werden für ihr besonderes Engagement mit dem Zivilcouragepreis ausgezeichnet. LaudatorInnen sind Theo Zwanziger und Conny Kempe-Schälicke. In einer Schweigeminute wird der Opfer von homophober Gewalt und staatlichem Terror gedacht. Die mit hunderten aufsteigenden Ballons weithin sichtbare HIV/AIDS Gedenkaktion erinnert an die Opfer der unheilbaren Immunschwächekrankheit.
Ole Lehmann führt durch das Unterhaltungsprogramm des Abends und wird dabei von Eybe Ahlers unterstützt. Das abwechslungsreiche und hochwertige Programm bietet den etwa 400.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor Live Acts u.a. von Terry Poison, Picture Perfect, Bullmeister, The Spoilt, Deine Jugend und Jessie Evans. In der Sportarena auf der Straße des 17. Juni darf gespielt werden; ganz nach dem CSD-Motto „Fairplay für Vielfalt“.

Offizielle CSD Partys
CSD Opening Party
Freitag, 24.06.2011, Beginn 23:00 Uhr
Tresor  Köpenicker Straße 70, Berlin-Mitte

CSD Closing Party @ GMF
Samstag, 25.06.2011, Beginn 23:00 Uhr
Weekend Club  Alexanderstraße 7, Berlin-Mitte

CSD Lesbenparty „Girltoxic“
Samstag, 25.06.2011, Beginn 21:00 Uhr
ADS  An der Schillingbrücke (Ecke Stralauer Platz) Berlin-Friedrichshain


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