Immer wieder Sonntags: der Kultfilm im KLICK!


5. Mai 2017: Gerade erst wieder ins Leben gerufen, feiert das KLICK Kino schon Jubiläum. Vor siebzig Jahren, genau am 20. Mai 1947 wurde das Kino nach dem Krieg unter dem Namen „Charlott-Lichtspiele“ wiedereröffnet und zuletzt bis 2004 von Michael Weinert unter dem Namen „KLICK Kino“ geführt. Ein guter Grund für das neue KLICK Kino, in den kommenden Wochen Filmklassiker und Kultfilme aus den vergangenen Jahrzehnten zu zeigen.

Retrospektive 70 Jahre KLICK

So 7.05. um 20:00 Uhr

THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW
Spielfilm – Regie: Jim Sharman
GB 1975, 100 Min., FSK: 12
Mit: Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick, Richard O’ Brien

Brad hat gerade seiner Freundin Janet einen Heiratsantrag gemacht. Anschließend wollen die beiden ihren gemeinsamen Freund Dr. Everett Scott besuchen. Auf der Fahrt dorthin haben sie eine Reifenpanne und betreten das Gelände eines Schlosses, um deren Telefon zu benutzen. Der bucklige Diener Riff Raff und das Hausmädchen Magenta öffnen ihnen die Tür. Das Ganze wird noch unheimlicher als Brad und Janet den Herren des Hauses kennenlernen: Dr. Frank N. Furter lädt sie in sein Labor ein, um bei seinem nächsten Experiment zuzusehen: einen künstlich hergestellten Menschen. Er bietet Brad und Janet eine Horrorshow, die ihr ganzes bisheriges Leben auf den Kopf stellen wird.

Das Kultmusical The Rocky Horror Picture Show ist die Kinoverfilmung des bekannten gleichnamigen Musicals, welches vor Beginn der Dreharbeiten 1974 bereits ein Jahr in England und in den USA gelaufen war. Der Erfinder des Musicals Richard O’Brien war beim Kinofilm sowohl am Drehbuch als auch an der Produktion und als Schauspieler beteiligt. Alle Songs wurden auch von ihm geschrieben und komponiert.

So 14.05. um 20:00 Uhr

ACCATTONE / Wer nie sein Brot mit Tränen aß
Spielfilm – Regie: Pier Paolo Pasolini
I 1961, 111 Min., OmU, FSK: 16
Mit: Franco Citti, Luciano Conti, Silvana Corsini

Mit seinem ersten Spielfilm „ACCATTONE“ gelang Pasolini sofort ein Meisterwerk. Er erzählt die Geschichte des Zuhälters Vittorio, den alle nur „Accattone“, den Bettler nennen. In einem römischen Vorstadtviertel versucht er seinen Müßiggang zu finanzieren und gleichzeitig vor seinen Freunden und Prostituierten nicht das Gesicht zu verlieren. Als seine Karriere als Zuhältert scheitert, muss er feststellen, dass er auch für ehrliche Arbeit nicht geschaffen ist.

Pasolini besetzte seinen ersten Film mit Laiendarstellern aus römischen Vororten. Pasolinis Blick ist nicht mitleidig, er liebt die Tagelöhner, Zuhälter und Diebe, die in breitem Vorstadtslang über das Leben schwadronieren und über allerlei Dinge, von denen sie gar keine Ahnung haben.

Über ihre Wirklichkeitsnähe hinaus fügen sich die naturalistischen Bilder aus der Welt des Subproletariats zu einer modernen Passionsgeschichte.

So 21.05. um 20:00 Uhr

EDWARD II
Spielfilm – Regie: Derek Jarman
GB 1991, 90 Min., OmU, FSK: 16
Mit: Tilda Swinton, Steven Waddington, Andrew Tiernan

England zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Nach dem Tod seines despotischen Vaters kann der junge König Edward II. endlich seinen verstoßenen Liebhaber Gaveston zurück nach London holen. Die obsessive Liebe des Herrschers bringt schnell die Lords und Kirchenmänner gegen den Günstling auf, der von Edward mit Adelstiteln und Reichtümern überhäuft wird. Die verschmähte Königin Isabella verbündet sich mit dem machthungrigen Lord Mortimer gegen den Ehemann und auch das Volk erhebt sich gegen die unkonventionelle Liebe. Und während Edward verzweifelt sein Recht auf Glück einfordert, versinkt das Land im Bürgerkrieg…

Am 19. Februar 2017 feierte Andrea Lorenzo Scartazzinis Oper „Edward II.“ an der Deutschen Oper Berlin seine Uraufführung in einer Inszenierung von Christof Loy.

So 28.05. um 20:00 Uhr

9 LEBEN HAT DIE KATZE
Spielfilm – Regie: Ula Stöckl
BRD 1968, 92 Min., FSK: 0
Mit: Liane Hielscher, Christine de Loup, Jürgen Arndt

München im Sommer 1967. Die Journalistin Katharina erhält Besuch von ihrer französischen Freundin Anne. Sie unternehmen Ausflüge, besuchen Cafés, Bekannte und Parties. Dabei erkunden sie in Gesprächen die Chancen weiblicher Emanzipation in einer männlich geprägten Gesellschaft … Der essayistische Spielfilm stellt fünf Frauentypen ins Zentrum der episodischen Handlung: die noch nicht verheiratete berufstätige Frau, die Geschiedene, die sich um die Zukunft sorgt, die Karrierefrau, die Betrogene und eine „Traumfrau“. Ula Stöckl, 1968: „Nie hatten Frauen so viele Möglichkeiten, ihr Leben einzurichten, wie sie es wollen. Aber jetzt müssen sie überhaupt erst lernen, dass sie etwas wollen können.“

Neun Leben hat die Katze, Kinodebüt von Ula Stöckl, gilt als „der erste feministische Film“ der Bundesrepublik (Christa Maerker). Ursprünglich in Techniscope gedreht und im Technicolor-Druckverfahren (Dye Transfer) kopiert, wurde der Film nun von der Deutschen Kinemathek auf Basis des Originalnegativs neu bearbeitet.

Das vollständige Programm sowie weitere Informationen finden Sie unter www.klickkino.de und auf der Facebookseite des Kinos.