filmPOLSKA 2017 – erste Highlights


18. April 2017: „You have No Idea How Much I Love You” – filmPOLSKA 2017 eröffnet mit Paweł Łozińskis preisgekröntem Dokumentarfilm

Was verbirgt sich hinter dem Wort „Liebe”? Unser aller Leben ist von Beginn an geprägt von Bindungen und emotionalen Beziehungen, die sich manchmal aufzulösen scheinen und doch immer prägend sind.

Der preisgekrönte Dokumentarfilm „You Have No Idea How Much I Love You (Nawet nie wiesz jak bardzo cię kocham)“ aus dem Jahr 2016 eröffnet die 12. Edition des Polnischen Filmfestivals in Berlin am 3. Mai im Babylon Kino Berlin.

Der international vielfach ausgezeichnete Regisseur Paweł Łoziński lädt dazu ein, in das Kaleidoskop einer Mutter-Tochter-Beziehung einzutreten, welches durch eine dritte Person, einem in Worten und Empathie erfahrenen Psychotherapeuten, neue Impulse erhält. Łoziński lässt uns teilhaben an den Therapiesitzungen von Hania und ihrer Mutter Ewa. Der „Zuschauer“ erfährt in den intimen Konversationen von den nicht geheilten seelischen Wunden und verborgenen Emotionen, die zunehmend an die Oberfläche treten. In der vermeintlichen Sicherheit der vier Wände des Therapieraums beginnt die faszinierend spirituelle Reise in den vielschichtigen Heilungsprozess auf der Suche nach der Auflösung des schmerzenden Beziehungsgeflechts. Stets respektvoll und nie voyeuristisch gegenüber den Protagonisten fokussiert die Kamera hinter Worten und Schweigen verborgene Gefühle: Stück für Stück bricht die emotionale Härte auf und es eröffnet sich ein sensibles, liebevolles Bild des menschlichen Empfindens – und unserer Gesellschaft.

„You Have No Idea How Much I Love You (Nawet nie wiesz jak bardzo cię kocham)“ wurde unter anderem mit dem Gian Paolo Paoli Award als bester ethno-anthropologischer Film auf dem Festival dei Popoli und dem Grand Prix Ex aequo Winner auf dem Man in Danger Media Festival ausgezeichnet. Mit der Auswahl dieses Dokumentarfilms als Eröffnungsfilm setzt filmPOLSKA 2017 ein Zeichen für einen aufrichtigen, zwischenmenschlichen Dialog.

Berlin sieht Polnisch: Weitere Highlights und Sektionen

Höhepunkte der diesjährigen 12. Festivaledition bilden sowohl der erstmalig stattfindende Wettbewerb für junges, progressives Kino als auch die Hommage an Andrzej Wajda mit seinen Werken aus den sechziger Jahren. Der kürzlich verstorbene Altmeister steht ebenso wie die junge polnische Generation für einen unermüdlichen Drang nach freier Ausdrucksweise in Inhalt und Form.

Bereichert wird das Festivalprogramm von einer Retrospektive mit Literaturverfilmungen nach Józef Teodor Konrad Korzeniowski, bekannt als Joseph Conrad, sowie zahlreichen Rahmenveranstaltungen wie Filmgesprächen, Film- und Kritiker-Workshops. Unter seinem bereits traditionellen Motto „Berlin sieht Polnisch“ zeigt filmPOLSKA in der Reihe Neues Polnisches Kino und Dokumentarfilm eine breitgefächerte Auswahl an aktuellen, zum Teil international gefeierten Produktionen. Dem herausragenden Dokumentarfilmer und Kameramann Marcin Koszałka, der für eine sensible Bildsprache und Grenzen sprengendes Filmschaffen steht, ist die diesjährige Festivalsektion Kamerakunst gewidmet.

Selbstverständlich kommt neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen polnischen Filmschaffen das Feiern nicht zu kurz: Die legendäre Filmfestivalparty rundet auch in diesem Jahr filmPOLSKA ab.

Ausstellung: Deeper States – Agnieszka Polska & Assaf Gruber

Begleitend zum Festival präsentiert das Polnische Institut Berlin eine Ausstellung neuer Werke der international anerkannten Künstler Agnieszka Polska aus Polen (nominiert für den Preis der Nationalgalerie 2017) und Assaf Gruber aus Israel. Im Werk beider Künstler findet sich Film als künstlerisches Gestaltungsmittel. Agnieszka Polskas neue Version des Videos „I am the Mouth“ (2017) dient gleichzeitig als Trailer der diesjährigen Festivalausgabe. In der Gegenüberstellung des Poetischen, Sinnlichen und gleichzeitig Mobilisierenden von Polskas neuer Arbeit und der Komik und Absurdität von Grubers skulpturalen („Broken Beaks“, 2017) und performativen („Story of a Scared State“, 2016) Werken, entsteht ein Spannungsverhältnis inhaltlicher wie räumlicher Natur.

Weitere Informationen zum Programm filmPOLSKA 2017 folgen in Kürze. Das komplette Programm wird am 20. April veröffentlicht und unter www.filmpolska.de online gestellt. Der Katalog ist ab Festivalbeginn erhältlich.

Das Festival ist eine Produktion des Polnischen Instituts Berlin in Zusammenarbeit mit dem Verband der Polnischen Filmemacher (SFP), unter der Schirmherrschaft des Medienboard Berlin-Brandenburg mit der finanziellen Unterstützung des Polnischen Filminstituts (PISF), des Adam-Mickiewicz-Instituts (IAM) und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit (SdpZ). Spielorte sind: Babylon Berlin, Zeughauskino, Arsenal, FSK, Kino am Bundesplatz, Brotfabrik, ACUD, Kleines Kino (Frankfurt an der Oder), Thalia Potsdam, Club der polnischen Versager, Filmclub K18, Kino Krokodil, WOLF Kino und SOHO Berlin.

Weitere Informationen unter www.filmpolska.de und www.facebook.com/filmpolska.berlin.

Die Pressemitteilung zum downloaden als PDF Datei finden Sie hier.

filmPOLSKA 2017, 3.- 10. Mai 2017

Veranstalter:
Polnisches Institut Berlin
Burgstraße 27
10178 Berlin
Tel.: 0049 30 24 75 81 0
berlin@instytutpolski.org
www.polnischekultur.de