‚Babai‘ gewinnt auf dem Filmfest München


4. Juli 2015: Babai erhält den Förderpreis Neues Deutsches Kino in den Kategorien Regie, Schauspiel und Drehbuch sowie den One Future Preis

Babai vierfach ausgezeichnet auf dem Filmfest München – Babai erhält den Förderpreis Neues Deutsches Kino in den Kategorien Regie, Schauspiel und Drehbuch sowie den One Future Preis

Am gestrigen Abend kürte die Jury des Filmfestes München den Film Babai von Visar Morina mit dem diesjährigen Förderpreis Neues Deutsches Kino in den Kategorien Bester NachwuchsregisseurIn, Bester NachwuchsautorIn und Bester NachwuchsschauspielerIn. Der Preis ist einer der wichtigsten und höchstdotierten Nachwuchspreise und wird jährlich für die besten Nachwuchsleistungen in den Spielfilmen der Reihe Neues Deutsches Kino des Filmfest München verliehen. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 70.000 € dotiert. Davon erhält der Regisseur und Autor des Films Visar Morina, 40.000€ und an die Schauspieler Val Maloku (Nori) und Astrit Kabashi (Gesim) gehen zusammen 10.000€.

Zudem wird Babai mit dem One Future Preis des Filmfest München ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Filme ausgezeichnet, die sich ethisch und filmästhetisch mit der unteilbaren Zukunft dieser Welt auseinander setzen.

Bei der feierlichen Preisverleihung bezeichnete die Jury Babai als „ein Meisterwerk, von einem jungen Meister, vor dem wir uns tief verneigen“. Sie lobte den unverfälschten Ton des Films und die Ergriffenheit, die er beim Publikum erzeugt, um ihn dann mit Hoffnung und Kraft zurück ins Leben zu werfen.

Der Film feierte seine Weltpremiere am vergangenen Sonntag auf dem Filmfest München. Seine internationale Premiere findet am Sonntag auf dem Karlovy Vary International Film Festival (KVIFF) statt, wo Babai im Wettbewerb läuft. Der Verleih missingFILMs bringt den Film vorrausichtlich Anfang 2016 bundesweit in die Kinos. Produziert wurde der Film von der Berliner Produktionsfirma NiKo Film und koproduziert von Produksioni Krusha, Skopje Film Studio und Eaux Vives Productions.

Der Film

Der zehnjährige Nori und sein Vater Gesim verkaufen zusammen Zigaretten auf den Straßen des Vorkriegskosovo der 90er Jahre. Auf Noris Mutter möchte Gesim nicht angesprochen werden. Der Vergangenheit zu entfliehen, gehört zur Stärke des Vaters. Nun will er dem Kosovo entfliehen, jedoch ohne Nori. Doch der Sohn stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln, seinen Vater davon abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. Der entsetzte Vater bringt seinen Sohn ins Krankenhaus. Als Nori entlassen wird, ist sein Vater heimlich gegangen. Voller Wut und Entschlossenheit folgt Nori ihm auf diese gefährliche Reise und findet tatsächlich seinen Vater in Deutschland wieder. Mit kindlicher Konsequenz konfrontiert er ihn mit seiner Tat, die er ihm nicht verzeihen kann.

Bilder und Pressematerialien finden Sie im Downloadbereich.
Die ständig aktualisierten Kinostarttermine finden Sie unter www.missingfilms.de.